Ein Unfall bei einer Rallye kostet einen bekannten Prominenten das Leben. Der erfahrene Rennfahrer saß selbst am Steuer, seine Beifahrerin überlebte schwer verletzt. Jetzt kommen neue Details ans Licht.
Die Ermittler suchen nach der Ursache, die Beifahrerin meldet sich aus dem Krankenhaus, und viele Weggefährten trauern öffentlich. Was über das tragische Unglück bisher bekannt ist.
Tödliche Fahrt im Führungsfahrzeug

Ein erfahrener Fahrer verunglückt bei einer Rallye tödlich – ausgerechnet in dem Auto, das die Strecke vor dem Rennen sicher machen soll. Seine Beifahrerin wird schwer verletzt.
Das Unglück geschah am Freitag, 9. Oktober, auf einer kurvigen Bergetappe. Der 63-Jährige war nicht als Teilnehmer im Wettbewerb unterwegs, sondern steuerte das sogenannte „Zero Car“ mit der Startnummer 000. Dieses Fahrzeug fährt die Strecke vor dem Teilnehmerfeld ab, um sie auf Gefahren zu prüfen. Es fährt nicht auf Zeit.
Am Steuer eines weißen Porsche 911 GT3 RS kam er in einer Kurve von der Straße ab. Das Auto stürzte eine Böschung hinunter. Der Fahrer überlebte den Unfall nicht.
Wer war der Verstorbene?

Bei dem Toten handelt es sich um Klaus Rader, den Mitgründer der Restaurantkette L’Osteria. Gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Friedemann Findeis eröffnete er 1999 in Nürnberg ein kleines Restaurant – den Grundstein für eine der bekanntesten Pizza- und Pasta-Ketten Europas.
Laut Unternehmen arbeiten heute rund 10.000 Menschen aus mehr als 110 Nationen im L’Osteria-System. Typisch sind große Pizzen, frische Pasta, offene Küchen und eine „La Famiglia“-Kultur.
| Steckbrief: Klaus Rader und L’Osteria | |
|---|---|
| Alter | 63 Jahre |
| Gründung von L’Osteria | 1999 in Nürnberg |
| Mitgründer | Friedemann Findeis |
| Mitarbeitende | rund 10.000 aus über 110 Nationen |
| 2023 | Investmentgesellschaft übernimmt rund zwei Drittel, Bewertung ca. 400 Mio. Euro |
| Rolle danach | laut t-online weiter im Aufsichtsrat |
Rader war selbst erfahrener Rennfahrer. Er hinterlässt seine Frau und Kinder.
Die Beifahrerin überlebte

Neben Rader saß Christina Ettel (39). Sie konnte das Wrack nach Angaben von Mallorca Magazin selbst verlassen, wurde aber schwer verletzt. Der „Kronen-Zeitung“ sagte sie, sie habe „1.000 Schutzengel“ gehabt.
Auf Instagram schilderte Ettel ihre Verletzungen:
– Bruch des ersten Halswirbels (C1) und des Brustwirbels T4
– Stauchungsverletzung am Brustwirbel T3
– Prellung der Leber
Sie könne Arme und Beine bewegen, schrieb sie. Sie wird weiterhin auf der Intensivstation behandelt. Raders Witwe Viktoria teilte laut t-online auf Instagram ein Foto von der Unfallstelle.
Mallorca: Was die Ermittler jetzt prüfen

Der Unfall ereignete sich auf Mallorca: auf der Bergstraße MA-10 bei etwa Kilometer 10 im Tramuntana-Gebirge, auf dem Abschnitt zwischen Pollença und Lluc, nahe Mortitx im Norden der Insel.
Die spanische Guardia Civil ermittelt. Laut der Zeitung „Última Hora“, zitiert von Mallorca Magazin, werden zwei mögliche Ursachen geprüft:
– ein Schlagloch bzw. eine Unebenheit vor einer Rechtskurve
– zu hohe Geschwindigkeit
Das Wetter spielte demnach keine Rolle. Laut t-online gehen die Ermittler vor allem von überhöhtem Tempo aus; offiziell ist die Unfallursache bislang nicht geklärt. Veranstalter Toni Dezcallar spricht von einem tragischen Unfall. Dass Rader das Führungsfahrzeug fuhr, sage noch nichts darüber aus, wie schnell er unterwegs war.
Rallye abgebrochen, große Trauer

Nach dem Unglück wurde die sechste Ausgabe der „Rally 550 Challenge Mallorca“ abgebrochen. Alle verbliebenen Etappen wurden abgesagt, Ergebnisse und Platzierungen werden nicht gewertet.
L’Osteria reagierte auf Instagram tief bestürzt auf den „tragischen Unfalltod“. Rader sei für das Unternehmen weit mehr gewesen als Mitgründer und Gesellschafter – ein „Wegbegleiter, Freund und Vertrauter“ und „ein prägender Teil unserer L’Osteria-Familie“.
„Wir werden Klaus in unseren Herzen tragen.“
L’Osteria auf Instagram
Auch auf Mallorca ist die Kette vertreten: Im vergangenen Jahr eröffnete L’Osteria ein Restaurant im Mallorca Fashion Outlet.