Die Welt trauert um einen der ganz Großen: Ein weltberühmter Prominenter ist gestorben. Er verlor den Kampf gegen eine schwere Krankheit – friedlich, zu Hause und umgeben von den Menschen, die er liebte. Seine Familie bestätigte die traurige Nachricht.
Millionen Menschen auf der ganzen Welt verbinden mit ihm unvergessliche Momente. Nun hat seine Familie mit bewegenden Worten Abschied genommen. Wer er war, woran er litt und wie Weggefährten um ihn trauern.
Er schlief friedlich zu Hause ein

Ein Mann, der Generationen geprägt hat, ist nicht mehr da. Er starb am Mittwoch, 28. Oktober 2026, in seinem Zuhause. Am Donnerstag machte seine Familie die traurige Nachricht über seine offiziellen Social-Media-Kanäle öffentlich.
Nach Angaben seiner Familie und seiner langjährigen Sprecherin litt er an Alzheimer und an Lewy-Körper-Demenz. Die Familie sprach von einer „kurzen und ergreifenden Reise“ mit der Krankheit. In seinen letzten Stunden war er nicht allein: Seine Ehefrau pflegte ihn bis zuletzt, Familie und Freunde waren bei ihm. Es habe Live-Musik, Gebete, Tränen und auch Lachen gegeben, heißt es in der Mitteilung.
Abschied von Sir Patrick Stewart

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um den britischen Schauspieler Sir Patrick Stewart. Weltweit bekannt wurde er als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“ und als Professor Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen. Seine Familie schrieb in ihrer Mitteilung:
> „Mit großer Trauer geben wir den Tod von Sir Patrick Stewart bekannt.“
> – Mitteilung der Familie auf Instagram und X (übersetzt), laut Euronews
Die Familie erinnerte nicht nur an seine Karriere auf Bühne, Leinwand und im Fernsehen, sondern auch an sein Engagement – für Menschenrechte, Opfer häuslicher Gewalt, Geflüchtete, die psychische Gesundheit von Veteranen und den Tierschutz, vor allem für seine Pflegehunde. Zum Abschluss zitierte sie eine Zeile aus seinen Memoiren „Making It So“: Er spüre den Ruf nach Hause.
Vom Möbelverkäufer zum Weltstar

Patrick Stewart wurde 86 Jahre alt. Geboren wurde er am 13. Juli 1940 in Mirfield in der englischen Grafschaft Yorkshire, als Sohn eines Berufssoldaten. Mit zwölf Jahren besuchte er einen Schauspielkurs, arbeitete später als Möbelverkäufer – und ergatterte mit 17 ein Stipendium für die Theaterschule Bristol Old Vic.
Von 1966 bis 1982 gehörte er der renommierten Royal Shakespeare Company an. Seinem Heimatort blieb er sein Leben lang verbunden: Er war glühender Fan des Fußballklubs Huddersfield Town und Kanzler der Universität Huddersfield.
| Steckbrief | Sir Patrick Stewart |
|—|—|
| Geboren | 13. Juli 1940 in Mirfield (Yorkshire, England) |
| Gestorben | 28. Oktober 2026 |
| Alter | 86 Jahre |
| Beruf | Schauspieler |
| Bekannteste Rollen | Captain Jean-Luc Picard, Professor Charles Xavier |
| Ehefrau | Sunny Ozell (verheiratet seit 2013) |
| Kinder | Sohn Daniel, Tochter Sophia |
| Ritterschlag | 2010 (für Verdienste um das Schauspiel) |
| Auszeichnungen | Grammy, zwei Laurence Olivier Awards, Stern auf dem Hollywood Walk of Fame |
Captain Picard und Professor X: Seine größten Rollen

Seine Karriere umspannte fast sieben Jahrzehnte. Auf der Bühne spielte er unter anderem Claudius und Macbeth, im Fernsehen war er schon in den 1970er-Jahren in „Ich, Claudius“ zu sehen. Der große Durchbruch kam jedoch 1987 mit „Star Trek“. Zu seinen wichtigsten Rollen gehören:
– „Star Trek: The Next Generation“ (1987–1994): als Captain Jean-Luc Picard
– Vier „Star Trek“-Kinofilme, darunter „Star Trek: Treffen der Generationen“ (1994) und „Star Trek: Der erste Kontakt“ (1996)
– „X-Men“-Reihe ab 2000: als Professor Charles Xavier, zuletzt etwa in „Logan“ (2017)
– „Star Trek: Picard“ (2020–2023): Rückkehr in seine Paraderolle
– „Avengers: Doomsday“: seine letzte Filmrolle, erneut als Professor X – der Film soll am 18. Dezember 2026 in den US-Kinos starten
Ans Aufhören dachte er nie. In seinem letzten Interview mit „TV Insider“ sagte er laut „Parade“:
> „Ich kann mir nicht vorstellen, jemals offiziell in den ‚Ruhestand‘ zu gehen.“
> – Patrick Stewart im Interview mit „TV Insider“ (übersetzt)
Seine große Liebe Sunny Ozell

Patrick Stewart starb in seinem Haus in Los Angeles – laut seiner Familie in der liebevollen Obhut seiner Ehefrau Sunny Ozell. Die US-Sängerin und der Schauspieler hatten 2013 geheiratet. Für Stewart war es die dritte Ehe: Zuvor war er mit Sheila Falconer (1966–1990) und Wendy Neuss (2000–2003) verheiratet.
Aus seiner ersten Ehe stammen seine beiden erwachsenen Kinder, Daniel und Sophia. Offen sprach Stewart zeitlebens darüber, wie er als Kind miterleben musste, dass sein Vater seine Mutter misshandelte. Dieses Erlebnis prägte sein jahrzehntelanges Engagement gegen häusliche Gewalt.
Ian McKellen: „Ein Mann, den ich geliebt habe“

Besonders bewegend sind die Worte seines langjährigen Freundes Sir Ian McKellen. Die beiden standen gemeinsam in „Warten auf Godot“ und „No Man’s Land“ auf der Bühne und spielten Seite an Seite in den „X-Men“-Filmen. Auf Instagram schrieb McKellen:
> „Vor allem anderen war Patrick dadurch geprägt, dass er in Yorkshire geboren und aufgewachsen ist.“
> – Ian McKellen auf Instagram (übersetzt)
Stewart sei ein Mann gewesen, auf den man sich verlassen konnte, den man bewunderte – „und den ich in meinem Fall geliebt habe“. Er habe „das Herz auf der Zunge getragen“, so McKellen. Auch weitere Weggefährten nahmen Abschied:
– Hugh Jackman („X-Men“): „Wir haben heute einen der Großen von Bühne und Leinwand verloren.“
– Jonathan Frakes („Star Trek: The Next Generation“): „Ruhe in Frieden, mein Freund.“
– Marvel Studios: Stewart hinterlasse „einen unauslöschlichen kulturellen Fußabdruck und ein Vermächtnis“.
– Royal Shakespeare Company: zeigte sich „zutiefst traurig“ über den Tod ihres Ehren-Ensemblemitglieds.
Was ist Lewy-Körper-Demenz?

Neben Alzheimer litt Patrick Stewart an der Lewy-Körper-Demenz, die in der Öffentlichkeit deutlich weniger bekannt ist. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist sie mit rund 5 Prozent der Fälle die dritthäufigste Demenzerkrankung. Ursache sind krankhafte Eiweißablagerungen im Gehirn, die sogenannten Lewy-Körperchen. Meist beginnt die Krankheit nach dem 65. Lebensjahr, Männer scheinen häufiger betroffen zu sein.
Anders als bei Alzheimer stehen Gedächtnisprobleme zu Beginn oft nicht im Vordergrund. Typisch sind laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft vielmehr:
– starke Schwankungen der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit im Tagesverlauf
– optische Halluzinationen, die bei bis zu 75 Prozent der Betroffenen auftreten
– Parkinson-ähnliche Beschwerden wie Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen
– Schlafstörungen mit lebhaftem Traumschlaf, Riechstörungen und Antriebslosigkeit
Betroffene reagieren zudem sehr empfindlich auf bestimmte Medikamente, sogenannte Neuroleptika. Die Behandlung gilt deshalb als besonders anspruchsvoll.