Eklat im Bundestag: Generaldebatte gerät außer Kontrolle

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Weidel nimmt Merz ins Visier

Image: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Image: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Während Weidel weiterredet, richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser verfolgt die Rede sichtlich konzentriert. Minutenlang legt er einen Finger nachdenklich an die Wange. Hinter ihm tippt Kanzleramtsministerin Warken währenddessen auf ihrem Handy.

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Die Anspannung im Regierungsbereich ist deutlich spürbar. Dann wird der Ton noch schärfer: Weidel richtet ihre Kritik direkt an den Kanzler und an die CDU.

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„In Sachsen-Anhalt sind Sie Kleinstpartei. Und in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg dahin. Zurecht.“

Ihre Forderungen formuliert sie ebenfalls deutlich. Deutschland müsse „rigoros abschieben“. Gleichzeitig müsse die „massenhafte Einwanderung in die Sozialsysteme“ beendet werden.

Auch innerhalb der Union fällt eine Veränderung auf: Der frühere CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn sitzt nicht mehr in der ersten Reihe. Bei der Generaldebatte hat er weiter hinten im Plenum Platz genommen. Spahn war im Juli von seinem bisherigen Amt zurückgetreten und ist inzwischen einfaches Mitglied im Haushaltsausschuss.

Zum Ende ihrer Rede wendet sich Weidel erneut direkt an Merz. Sie wirft dem Kanzler vor, die Botschaft der Wähler nicht verstanden zu haben.

„Sie haben zu verstehen gegeben, dass Sie die Botschaft nicht verstanden haben“, sagt sie.

Dann folgt der Satz, der im Plenum besonders hängen bleibt: „Ihre Zeit ist abgelaufen“, beendet Weidel ihre Rede.

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Doch damit ist der Schlagabtausch noch lange nicht vorbei. Denn nun bekommt der Kanzler selbst das Wort – und Merz nutzt seine ersten Minuten vor allem für eine Abrechnung mit der AfD und ihrer Vorsitzenden.

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