Ausgangssperren, Versammlungsverbote, Drohnen

Die Regierung hat die regionalen Behörden angewiesen, begrenzte, lokale Ausgangssperren in besonders betroffenen Innenstädten zu verhängen. Die ersten Maßnahmen gegen Plünderungen gelten seit Montagabend. Viele Städte hatten schon am Wochenende reagiert:
– Ausgangssperre für alle: In einer Stadt dürfen Erwachsene wie Minderjährige von 21 bis 6 Uhr nicht auf die Straße – seit Sonntag und noch bis einschließlich 25. Oktober. Ausnahmen gelten für Arbeit, medizinische Notfälle und dringende familiäre Angelegenheiten.
– Für Minderjährige: In zwei weiteren Gemeinden durften Jugendliche nachts von 20 bis 6 Uhr nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten draußen sein.
– Versammlungsverbote: In einer Großstadt waren am Montag von 12 bis 20 Uhr alle öffentlichen Versammlungen verboten.
– Läden dicht: Ein Bürgermeister ließ am Samstagabend sämtliche Geschäfte der Stadt schließen.
– Kanister-Verbot: Andernorts ist es verboten, Kraftstoff in Kanistern ohne triftigen Grund mitzuführen, bestimmte Feuerwerkskörper sind untersagt.
– Keine Taucherbrillen: Demonstranten dürfen teils weder Schwimm- noch Taucherbrillen dabeihaben – sie dienen als Schutz gegen Tränengas.
– Drohnen: Mehrere Städte setzen Polizeidrohnen ein, in der Hauptstadt bis zu zwölf Kameras gleichzeitig.
Wie heftig die Lage war, zeigt ein Beispiel: Bei Zusammenstößen in einer Stadt wurden am Sonntag 20 Polizisten und Gendarmen verletzt, 51 Menschen wurden festgenommen. Die Bürgermeisterin der Stadt mit der Ausgangssperre fand deutliche Worte:
> „Diese Taten sind inakzeptabel. Nichts rechtfertigt sie.“
> – Die Bürgermeisterin (übersetzt)