Auflösung: Frankreich kämpft gegen die Krawalle

Die Rede ist von Frankreich. Premierminister Sébastien Lecornu kündigte die Ausgangssperren am Montag, 19. Oktober 2026, nach einer interministeriellen Krisensitzung an. Er machte die „Ultralinke“ und „kriminelle Elemente“ für die Gewalt verantwortlich und äußerte die Sorge, dass ultralinke Gruppen die Unruhen bis zur Präsidentschaftswahl am Leben halten wollen.
Präsident Emmanuel Macron hatte sich bereits am Sonntagabend in einer Fernsehansprache an die Nation gewandt. Die Ordnungskräfte seien mit „beispielloser Gewalt“ konfrontiert gewesen, die Polizeiarbeit solle überprüft werden. Friedliche Demonstranten dürfe man nicht mit denen verwechseln, die zerstört und geplündert hätten.
> „Wer zerstört hat, muss dafür bezahlen.“
> – Emmanuel Macron in seiner Fernsehansprache
Der Rücktritt, den Innenminister Laurent Nuñez angeboten hatte, wurde von Macron abgelehnt. Nuñez hatte gegenüber dem Sender „France Inter“ den Kontrollverlust eingeräumt. Die Zahl von 2.331 Menschen in Polizeigewahrsam nannte Justizminister Gérald Darmanin im Sender „France 2″.